Probleme mit Förderschnecke

Fragen und Antworten zu allen nichtaufgeführten Maschinenbau-Grundlagen.

Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon Heiko Ehlers am Do 28. Jan 2010, 13:02

Hallo , folgendes Problem
Das Bild zeigt eine Holzpeletsheizung . Die Förderschnecke ist nur einseitig am Getriebe gelagert , das Schneckenrohr ist 3mm grösser . Wenn die Pellets die Brennkammer erreichen wird die Schnecke nach oben gegen das Schneckenrohr gedrückt und blockiert dann des öfteren . Ich habe bereits den Einlaufbereich und die Schneckenwendel im Einlaufbereich verkleinert aber das war nicht die Lösung . Wäre ein Gleitlager am Wellenende die Lösung oder sollte ich den Durchmesser der Schnecke am Ende verkleinern . Der Schneckenduchmesser beträgt übrigens 82mm die Well ist 30mm stark .
Pelletkessel.gif
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Heiko Ehlers
 
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Re: Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon Nimrod am Do 28. Jan 2010, 21:35

Sieht nach einer ziemlichen Fehlkonstruktion aus.
Eine Lagerung sollte immer an 2 Stellen erfolgen.

"Eine Maschine ist nur so gut oder schlecht wie ihre Lagerung" lässt sich hier anführen.
In deinem Falle eher schlecht als recht.
Die Lagerung von Wellen ist eine der konstruktiven Standardaufgaben des Maschinenbau.
Lagerungen, im allgemeinen aus mindestens zwei Lagern oder Führungen bestehend, beschränken die Freiheitsgrade zweier relativ zueinander bewegter Elemente.
Entweder Fest-Los-Lagerung oder Stützlagerung schwimmend oder Stützlagerung angestellt.

Welche am besten nachträglich noch zu realisieren ist muss man sich im Detail anschauen.
Ich würde dir zu einem Wälzlager raten und nicht zu einem Gleitlager,
da ein Gleitlager ein Zwischenmedium (Öl,Gas,etc) benötigt und entweder eine externe Pumpe (hydrostatisch)
oder höhere Drehzahlen und beim anfahren jedesmal das Mischreibungsgebiet durchlaufen (hydrodynamisch).

Lagerungen im Detail siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Lagerungskonzepte
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Re: Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon te-con am Mo 1. Mär 2010, 13:04

Hallo,
Dein Kessel (Prinzip) kommt mir verdammt bekannt vor. Hab ein ähnliches Teil und auch Probleme gehabt. Wenn Dein Problem noch besteht, melde Dich mal. Oder wenn Du das Problem behoben hast, interessiert mich - wie!?
Grüße te-con
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Re: Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon te-con am Di 9. Mär 2010, 12:45

Hallo Heiko,
mein Kessel ist von Per-Eko - unterscheidet sich kaum von Deinem. Hatte ähnliche Probleme. Also, wenn sich die Förderschnecker verklemmt, tippe ich auf unsaubere Gussränder im "Krümmer". Für viel wahrscheinliche halte ich aber, dass bei ungünstiger Stellung der Schnecke ein Extruder-effekt eintritt, das heißt, die Pellets werden im unteren Teil des Krümmers so zusammengedrückt, dass sie nicht mehr nach oben ausgeschoben werden. Meinen Kessel habe ich mit Hackschnitzel beschickt und hatte ständig diesen Effekt. Dazu kommt noch, dass sich die Pellets aufgrund der Teperatur etwas verkleben können (Lignin) und den Effekt noch verstärken. Mit einer zusätzlichen Lagerung dürftest Du daran nichts ändern. Ich hatte als Lösung einfach ein kleines, dreieckiges Bleck so in die Spitze der Schnecke eingeschweißt, dass der Brennstoff quasi bei jeder Umdrehung aus dem Aussenradius des Krümmers wieder "ausgeschaufelt" wird. Vielleicht probiertst Du das erst mal, bevor Du einen stärkeren Motor dran strickst. Hab ich schon hinter mir und die Steuerung (aufgelötetes Relais) war hin.
Bei der Getriebeseite gehe ich mal davon aus, dass die Welle der Schnecke durch das Getriebe geführt und mit einem etwa 5 mm Stift gesichert ist!? Der dient als Sollbruchstelle und ich würd das lieber so lassen - max auf 6 mm aufbohren (hab ich gemacht) Bleibt der Motor stehen, kann er schon durchbrennen - wäre mir fast passiert - dann wird`s teuer. Die Kessel sind zwar billig, aber bei Ersatzteilen schlägt man richtig zu. Z.B. Schnecke = 160,- Euronen.
Die Idee mit einem Umrichter zu arbeiten, hatte ich auch schon, aber aus anderen Gründen. Das macht dann Sinn, wenn Du die Leistung gleitend angleichen willst. Dazu müsstest Du aber auch den Luftstrom regulieren. Kennst Du Dich mit Umrichtern aus? Könnte dazu für mein derzeitiges Projekt (Brenner für Biomassekessel) Infos brauchen.
Hoffe, dass ich Dir mit meinen Erfahrungen etwas helfen und vor zu viel Umbauerei bewahren konnte.
Grüße
te-con
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Re: Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon Heiko Ehlers am Mi 10. Mär 2010, 19:10

Hallo con-tec,
am Ende der Schnecke hatte ich auch schon mal zwei 8mm Rundeisen über kreuz angescheißt , um die verklebten Pellets in der Brennkammer förderfähig zu halten . Der Erfolg stellte sich nicht ein weil diese Rundeisen den Materialflauss dann auch behinderten . Dein Vorschlag mit dem Blech werde ich mal prüfen, das müsste auch bei mir möglich sein . Den Umbau auf stufenlose Drehzahlregelung werde ich anfangen sobald es etwas wärmer wird .
Welche Informationen über Frequenzumrichter benötigst Du , ich baue Schaltschränke und setze Umrichter für die Drehzahlregelung von Ventilatoren für Lüftungsanlagen ein . Für die Schwebefähre Osten habe ich den Schaltschrank geplant und gebaut und eine Positionierung mit Frequenzurichter und Moeller easy realisiert .


mfg. Heiko Ehlers
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Re: Probleme mit Förderschnecke

Beitragvon te-con am Di 23. Mär 2010, 09:43

Nach dieser Skizze könnte das "Hochschaufeln" funktionieren. (habe verzweifelt versucht ein Bild einzustellen - bin wohl zu doof) Alles, was rund ist, quetscht und verdichtet. Würde Dir aber trotzdem empfehlen, zusätzlich die Innenseite des Bogens auf Rauhigkeit zu prüfen. Wenn es von Hause aus nicht richtig rutscht, ist die Gefahr des Verdichtens noch höher.
Gruß
Roy
(Hab Dir was per Mail geschickt)
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