Hallo Leute,
ich arbeite in einem Warmwalzwerk. In einer Vielzahl unserer Getriebe, Antriebseinheiten werden Schrauben noch immer Drahtgesichert. Also Schraubenkopf radial durchbohren und alle Schrauben mittels Draht verbinden. Wir haben hier Künstler die dies 150% Lehrbuch tätigen und entsprechend Zeit verbrauchen. Kleben (Locktite und Weicom) hält nicht, da Temparturen über 200 grad C auftreten. Federringe und -scheiben ect. versagen aus dem gleichem Grund. Um dies noch ganz deutlich darzustellen, unsere Schraubenverbindungen werden thermisch und impulsartig belastet. Jedesmal wenn ein neuer Knüppel oder später Draht in die Walze kommt gibt es eine Lastspitze und genau die löst auf Dauer die Verbindung. Wir haben an den Stellen schon die Schraubenklasse auf 12.9 erhöht was leider den Nachteil der spanbaren Bearbeitung mit sich bringt.
Benutzt wird bei uns ein Drahtdurchmesser 2-4 mm, wer schon mal in 12.9 gebohrt hat wird mich verstehn.
Meine Fragen
Gibt es einen Schraubenherrsteller der die Schraubenbolzen so liefert wie ich sie brache (Inbus 4 oder mehr Löcher sechskant 6 Löcher) ?
Gibt es eine andere Sicherung die den Schraubenbolzen nachweislich an seiner Stelle hält?
Noch vorm nem Jahr war das egal, aber jetzt wird auf jeden Cent (Pfennig) geschaut und lieber dreimalnachgefragt!!!
Ach so die Leute vor Ort sind in Regel ü 50, ich hab 3 Monate und eine Schulung durch Locktite gebraucht um die in die Handhabung einzuweisen. Ein Datenblatt oder eine Gebrauchsanweisung reicht da nicht, die schrauben eben so weiter wie bisher. Was mich auf Personalführung bringt, den ein oder anderen Tipp sollte da man/frau doch austauschen.
Hoffe auf eine gründliche wenn auch langsame Antwort
wie mein Grundschullehrer schon sagte:
erst denken dann reden
Reinhard