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plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: Di 17. Nov 2009, 08:43
von Seba
Hi Mädels und Jungs
Dipl gerad ein klein wenig und natürlich treten einige Fragen auf.
Ich muß eine Verbesserung der Wellenlagerung für den Transport entwerfen. Mitarbeiter im Unternehmen haben mir mitgeteilt das durch Wellenlagerung auf sogenannte Prismen, sich die Welle durchbiegt, also plastisch verformt durch ihr Eigengewicht. Habe mich schon tod gegoogelt aber eine Formel mit Durchmesser, Länge und Werkstoffkennwerten dennoch nicht gefunden.
Gruß ich

Re: plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: So 29. Nov 2009, 15:37
von Schlosser
Hallo Seba,
überarbeitet dann schau mal unter Biegeversuch, Werkstoffprüfung. Steht sogar hier http://de.wikipedia.org/wiki/Biegeversuch. Daten im Westermann oder Europatabelnbuch. Oder denk mal einfach an Brückenbau :mrgreen: .
Reinhard

Re: plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: So 6. Dez 2009, 20:12
von Nimrod
Also die Formel die du vermutlich suchst ist, dass aufgrund des Eigengewichts im Schwerpunkt deines Bauteils eine Kraft angreift und zwar
F=m*g

Diese Kraft erzeugt über den Hebelarm bis zu deinem Auflager ein Biegemoment. F*l=Mb
Also mach eine Skizze trag die Kraft F an.Zeichne deine Auflager und Maße ein und berechne den Querkraft und den Momentenverlauf
in deinem Bauteil. dann nimmst du die Stelle an der dein maximales Biegemoment=Mbmax auftritt und berechnest die auftretende Spannung σb=Mbmax/Wb
Wb=Widerstandsmoment dies hängt von der Querschnittsfläche deines Materials ab bei einem vollen runden Stab gilt Wb=(pi*d³)/32
die auftretende Spannung vergleichst du jetzt mit deinem Rp0,2 bzw Re Wert des Materials. ist der errechnete Wert weitaus höher weisst du, dass
du im plastischen Bereich bist und dein Bauteil bricht.
Jetzt musst du nur noch eine Möglichkeit finden deine Auflager so anzuordnen,dass dein Hebelarm kürzer wird und
somit dein Mbmax, das maximale Biegemoment so klein wird bis σb<< Re bzw Rp0,2

Re: plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: Do 17. Dez 2009, 15:35
von Seba
danke für die antworten hab gedacht es meldet sich niemand mehr
kann ich das gesamte gewicht der welle auf den mittelpunkt beziehen, haben das im studium zwar aucg gemacht aber als vereinfachung, denn im schwerpunkt sitz doch nicht das gesamt gewicht sondern es verteilt sich über die welle also eine streckenlast mit q=F/l da sind wir wieder bei F=m*g ; m=roh*Volumen

Re: plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: Di 22. Dez 2009, 11:40
von Nimrod
Die gesamte Gewichtskraft Fg=m*g greift im Schwerpunkt an und nicht als Streckenlast.
In meinem Statikbuch steht: Im Schwerpunkt seines Körpers greift seine gesamte Gewichtskraft an.

Im Sinne der klassischen Mechanik ist der Schwerpunkt der Punkt, an dem die Masse des Körpers die gleiche Wirkung auf andere Körper hätte,
wenn sie in diesem Punkt vereint wäre. Umgekehrt kann man die Gravitation, die auf alle Massenpunkte des Körpers wirkt,
durch eine einzige Kraft darstellen, die im Schwerpunkt angreift.
Vorraussetzung hierfür ist, das der Körper eine homogene Dichte aufweist und es sich um einen vollen Körper handelt.

Nimm mal deine Statikunterlagen bzw ein Statiknachschlagewerk zur Hand bevor du drauf losrechnest.
Wenn du eine runde Scheibe nimmst bspw. liegt der Schwerpunkt und somit der Angriffspunkt
für die gesamte Gewichtskraft der Scheibe im Mittelpunkt des Kreises.
somit liegt er bei einer Welle auf der Symmetrieachse und zugleich auf der Mittelachse und dort greift
die Gewichtskraft Fg an.

Gruß Nimrod

Re: plastische Verformung bei Lagerung von Wellen

Verfasst: Di 22. Dez 2009, 14:57
von Seba
supi danke
und frohes fest