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Sekundäraluminium - Recycling von Aluminium

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Aluminium, welches durch Umschmelzen von Schrott entsteht, wird in der Technik als Sekundäraluminium bezeichnet. Dabei ist es zunächst einmal unerheblich, ob es sich dabei um sogenannten Neuschrott aus der laufenden Aluminiumproduktion handelt oder um Altschrott aus bereits gebrauchten Aluminium-Produkten (Recycling). Der Begriff "sekundär" weist lediglich darauf hin, dass das Aluminium nicht unmittelbar aus Erz (Bauxit), sondern als Recycling-Produkt hergestellt wurde.

Weil die Gewinnung von Sekundäraluminium im Vergleich zur Herstellung von Primäraluminium, lediglich einen Bruchteil der Energiemengen benötigt, gewinnt diese Art der Aluminium-Herstellung immer mehr an Bedeutung. Zur Veranschaulichung: Während die Schmelzflusselektrolyse bei der Gewinnung von Aluminium aus Bauxit 100 Prozent Energie verbraucht, sind es beim Recycling etwa vier bis sechs Prozent. Aluminium-Recycling leistet deshalb einen beträchtlichen Beitrag zur Einsparung von Energie, und dient damit gleichzeitig auch dem Umweltschutz.
Das wichtigste Anwendungsgebiet von Sekundäraluminium und seinen Legierungen ist der Aluminium-Formguss.

Im Jahr 1999 lag die Produktion von Sekundäraluminium weltweit bei circa 7,6 Mio Tonnen. Dabei entfielen auf Europa 2,2 Mio Tonnen, auf Deutschland 480 200 Tonnen. Das entsprach also in etwa 30 Prozent der jährlichen globalen Aluminium-Gesamtproduktion. Seither steigen die Produktion und der Einsatz von Werkstoffen aus Sekundäraluminium, im Gegensatz zum Primäraluminium, zumindest in den Industriestaaten, kontinuierlich immer weiter an.

Wie funktioniert die Herstellung von Sekundäraluminium?

Für das Recycling von Aluminiumschrott bedient man sich Trommelöfen. Darin werden zumeist Schrott und sogenannte "Krätzen", also Abfallprodukte der Aluminiumverarbeitung, gemeinsam geschmolzen. Bei den Krätzen handelt es sich um ein Gemisch aus metallischem Aluminium und feinen Oxidpartikeln, welche beim Schmelzen von Aluminium (etwa 800 °C) entstehen. Damit beim anschließenden Gießen keine Partikel aus Aluminiumoxid mit in das Gussteil gelangen können, wird überschüssige Krätze mittels spezieller Vorrichtungen permanent von der Metallbadoberfläche abgeschöpft.

Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, innerhalb des Recycling-Prozesses die Bildung unerwünschter Krätze, wenn auch nicht vollständig, so doch zumindest teilweise zu verhindern. Dazu wird die Oberfläche der Aluminium-Schmelze mit speziellen Salzen abgedeckt. Das wiederum führt zur Entstehung von Salzschlacken, die noch zu etwa zehn Prozent Aluminium enthalten. Diese werden nicht entsorgt, sondern zu Rohstoffen für mineralische Fasern weiterverarbeitet. Bei der Produktion von Aluminium fallen pro Tonne Recycling-Material etwa 300 bis 500 Kilogramm Salzschlacke an. Das lässt sich derzeit, obwohl die ebenfalls enthaltenen Dioxine im Verdacht stehen, umweltschädlich zu sein, nicht ganz verhindern.

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2009 Maschinenbau-Wissen.de
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