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Stahl – Baustahl

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Baustähle sind kohlenstoffarme Stähle, bei denen der Kohlenstoffgehalt zwischen 0% und 0,6% liegt. Sie werden typischer Weise für den Stahlbau und den Maschinenbau verwendet. Die am meisten verwendeten Sorten zählen zu der Kategorie der Grundstähle, sind meist niedrig legiert und teilweise wärmebehandelt.

Eigenschaften von Baustählen

Die mechanischen Eigenschaften der Baustähle sind mäßig, reichen jedoch für viele Anwendungen im Maschinenbau aus und sind dabei vergleichsweise kostengünstig. So liegt die Zugfestigkeit von Baustählen in der Regel unter 500 N/mm2. Ein Vorteil von Baustählen ist, dass sie schweißbar sind und spannungsarm geglüht werden können.

Sorten der Baustähle

Allgemeine Baustähle

Unter die Bezeichnung Allgemeine Baustähle fallen unlegierte und niedriglegierte Stähle. Verwendung finden Baustähle warmumgeformt (=Anlieferungszustand), normalgeglüht oder kaltumgeformt. Wie beschrieben ist die Festigkeit der Baustähle - und somit auch die der allgemeinen Baustähle - im Vergleich zu anderen Stahlsorten mäßig, wobei sie noch ausreichend zäh sein müssen und nicht warm- oder kaltbrüchig sein dürfen.

Wetterfeste Baustähle

Unter wetterfesten Baustählen versteht man korrosionsträge Baustähle. Die Korrosionsträgheit zeichnet sich dadurch aus, dass sich an der Luft eine Rostschicht bildet, die nicht weiter Fortschreitet und selbst vor weiterer Korrosion schützt. Um diesen Effekt zu erzielen wird der Stahl mit ca. 0,6% Cr, 0,4% Cu und 0,3% Ni legiert, wobei ein erhöhter Phosphorgehalt zugelassen wird.

Hochfeste schweißbare Baustähle

Bei den hochfesten schweißbaren Baustählen wird die hohe Festigkeit durch die Korngröße erzielt. Gewünscht ist dabei ein möglichst feines Korn. Ein feines Korn wir bei Stählen unter anderem durch die Legierungselemente Aluminium, Niob und Chrom erzielt. Zusätzlich fördern diese Legierungselemente die Ausscheidung von Nitriden und Carbiden.
Für eine gute Schweißbarkeit ist ein Kohlenstoffgehalt unter 0,22% anzustreben. Daher ist die Erhöhung des Kohlenstoffgehalts zur Steigerung der Festigkeit bei den hochfesten schweißbaren Baustählen nicht möglich.

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Werkstoff-Tabelle

Es folgt eine Tabelle, in der die Eigenschaften und Kennzahlen unterschiedlicher Baustähle dargestellt werden.

Grundstähle

Kurzname
DIN EN 10027-1
S 185
S235JR  S235JRG1 S235JRG2
S275JR
S355JR E295 E335
E360
alter Kurzname St 33 St 37-2 USt 37-2 RST 37-2 St 44-2 - St 50-2 St 60-2 St 70-2
Werkstoffnummer
DIN EN 10027-2
 1.0035 1.0037 1.0036 1.0038 1.0044 1.0045 1.0050 1.0060 1.0070
Zugfestigkeit Rm
[N/mm2]
290 - 510 340 - 470 340 - 470 340 - 470 410 - 560 490 - 630 470 - 610 570 - 710 670 - 830
0.2%-Streckgrenze Rp0.2 [N/mm2]
ach Erzeugnissdicke [mm]
≤ 16 185 235 235 235 275 355 295 335 360
> 16; ≤ 40 175 225 225 225 265 345 285 325 355
> 40; ≤ 63       215 255 335 275 315 345
> 63; ≤ 80       215 245 325 265 305 335
Bruchdehnung A
[%]
18 26 26 26 22 22 20 16 11

Quelle: Tabellenbuch Metall, Juni 2011, Ulrich Fischer (Werbe-Link)

Qualitätsstähle

Kurzname
DIN EN 10027-1
S235JO
S235J2G3
S235J2G4
275JO
S275J2G3
S275J2G4 S355JO
S355J2G3 S355J2G4

Werkstoffnummer
DIN EN 10027-2

 1.0114 1.0116 1.0117 1.0143 1.0144 1.0145 1.0223 1.0570 1.0577
alter Kurzname St 37-3 U  St 37-3 N - St 44-3 U  St 44-3 N - St 52-3 U St 52-3 N -
Zugfestigkeit Rm
[N/mm2]
 240 - 470 340 - 470 340 - 470 410 - 560  410 - 560 410 - 560 490 - 630 490 - 630 490 - 630
0.2%-Streckgrenze Rp0.2 [N/mm2]
nach Erzeugnissdicke [mm]
≤ 16  235 235 235 275  275 275 355 355 355
> 16; ≤ 40  225 225 225 265  265 265 345 345 345
> 40; ≤ 63  215 215 215 255  255 255 335 335 335
> 63; ≤ 80  215 215 215 245  245  245 325 325 325
Bruchdehnung A
[%]
 26 26 26 22  22 22 22 22 22

Quelle: Tabellenbuch Metall, Juni 2011, Ulrich Fischer (Werbe-Link)

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