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Eisengusswerkstoffe – Hartguss

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Hartguss ist ein Gusseisen-Werkstoff, der metastabil erstarrt und einen hohen Carbid-Anteil besitzt. Das Stahlgefüge ist Ledeburit (Austenit + Zementit), was den Werkstoff Hartguss besonders art und verschleißfest macht. Es kann auch zu einer stabilen Erstarrung kommen, in Abhängigkeit von der Abkühlrate bzw. der Wandstärke des Bauteils, was zur Bildung von Graphit in einer Matrix aus Ferrit und Perlit führt.
Zur Bildung von Hartguss kommt es bei hohen Silizium- und Mangangehalten oder durch schnelles Abkühlen.

Schalenhartguss / Kokillenhartguss

Schalenhartguss ist eine besondere Art von Hartguss. Schalenhartguss entsteht durch einen Effekt, der bei dicken Bauteilen auftritt. Hier liegt in der Randschicht des Bauteils eine Gefüge aus Ledeburit und Perlit vor, während der Kern (bzw. die tieferen Bereiche) aus Graphit, Perlit und Ferrit besteht. Dies führt zu einer harten äußeren Schicht (bzw. Schale) und einem duktilen Kern.
Eine weitere Variation stell der Vollhartguss dar, bei dem das Bauteil nahezu ausschließlich aus Ledeburit besteht. Hier sind jedoch die maximalen Querschnitte auf 100mm beschränkt.
Ein Anwendungsbeispiel für Schalenhartguss sind Nockenwellen.

Einsatzgebiete für Hartguss

Hartguss wird vor allem dann verwendet, wenn es darauf ankommt, dass ein Bauteil verschleißfest ist. Einsatzgebiete sind Nockenwellen, Mahlscheiben, Erzbrecher und militärische Panzerungen.
Ein Nachteil ist, dass Hartguss schlecht spanbar ist.

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2009 Maschinenbau-Wissen.de
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