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Angaben zur Härte in technischen Zeichnungen

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Eine Technische Zeichnung sollte neben allen anderen Angaben, auch mit Härteangaben versehen werden. Die sogenannte "Härte" trifft eine Aussage darüber, wie das Bauteil oder die Bauteiloberfläche bei Wärmebehandlungen oder anderen Härteverfahren (z.B. mittels Diffusion oder Umwandlung) zu behandeln ist oder behandelt wurde. Unter dem Begriff "Härten" wird eine Verfahrenskombination verstanden, die auf Stahl-Bauteilen anzuwenden ist. Dieser Härte-Vorgang führt zu einer erheblichen Härtesteigerung und somit Belastbarkeit des Bauteils oder seiner Oberfläche.

Durch Härteangaben in einer technischen Zeichnung kann gewährleistet werden, dass der Prozess der Wärmebehandlung sicher durchgeführt wird. In der Technischen Zeichnung wird dabei sowohl der Wert der Härte, also auch das anzuwendende Prüfverfahren angegeben. Ergänzend werden oft auch Prüfpunkte vorgeschrieben.
Als Prüfverfahren für die Härte einer Bauteiloberfläche werden zumeist Vickers-Härte, Brinell-Härte oder Rockwell-Härte genannt. Die Prüfverfahren können mit folgenden Abkürzungen beschrieben werden: Vickers-Härte wird mit "HV" abgekürzt, Brinell-Härte mit "HB" und für Rockwell-Härte steht das Kürzel "HRC".

Kurzzeichen für Härte bzw. Prüfverfahren:

  • Vickers-Härte =  HV
  • Brinell-Härte = HB
  • Rockwell-Härte = HRC

Zusätzlich zu der Angabe von Prüfverfahren und dem Wert des Härtegrades, kann in der technischen Zeichnung auch das Verfahren der Wärmebehandlung angegeben werden: meist handelt es sich um Wärmebehandlungen wie Anlassen, Randschichthärten, Einsatzhärten, Härten, Vergüten, Kolsterisieren oder Nitrieren, die als Bestandteil der Härteangaben hinzugefügt werden. Härteangaben in einer technischen Zeichnung sind gemäß DIN 6773 bis 6775 genormt.

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Wenn detaillierte Härteangaben gemacht werden sollen, sind die Oberflächenhärte, die Einhärtungstiefe und die Lage der Härtezone zu beschreiben. Bei der Oberflächenhärte werden zum Beispiel Angaben zur Prüfmethode (z.B. HV oder HRC) gemacht. Es sollen zudem Angaben zum "Anlassen" des Bauteils gemacht werden. Wenn es um das Prüfverfahren der Rockwell-Härte geht, ist es häufig gerne gesehen, wenn die zulässige Härteprüfstelle als Information hinzugefügt wird.

Die Einhärtungstiefe der Härteangaben schließt den Rht Zahlenwert, die Bezeichnung des Nennmaßes in Millimeter und Grenzabweichungen mit ein.
Die Lage der Härtezone in der Zeichnung wird mit einem Nennmaß definiert – unter Verwendung von sinnvollen Toleranzwerten. Die Härtezone wird mit einer breiten Strichpunktlinie gekennzeichnet. Auch wichtige Weichzonen muss man klar kennzeichnen.
Zumeist sind noch weitere allgemeine Angaben in einer technischen Zeichnung integriert. Als solche Angaben gelten beispielweise sinnvolle Grenzabweichungen in den Härteangaben.

Wird partielles, klassisches Härten bevorzugt, sollte der nicht zu härtende Bereich unter den Härteangaben auf der Zeichnung vermerkt sein (meistens wird das mit der Bezeichnung "Abdecken" durchgeführt). Je nachdem welche Bereiche eines Bauteils gehärtet werden sollen, kann auch mit Strichpunktlinien und Bemaßungen zur Kennzeichnung der Abschnitte gearbeitet werden.

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