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Kunststoff PA - Polyamid

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Polyamide (PA) sind Makromoleküle, die aus Verknüpfungen von Monomeren mittels Peptid- oder Amidbindungen bestehen. Es werden grundsätzlich zwei Arten unterschieden: die erste Art ist aus einem Grundstoff aufgebaut (z. B. PA 6), die zweite besteht aus zwei Grundstoffen (z. B. PA 66). Synthetisch produzierte, langkettige Polyamide werden allgemein auch als Nylon bezeichnet. Der Begriff steht für die erste Faser aus reiner Synthetik, die 1939 Marktreife erlangte. Noch heute gehören die seinerzeit wirtschaftlich bedeutsamen Synthesefasern Perlon und Nylon zu den mengenmäßig am meisten produzierten Kunstfasern weltweit.

Eigenschaften von Polyamid

Technisch bedeutsame Polyamide sind teilkristallin und thermoplastisch. Sie besitzen eine hohe Festigkeit, Zähigkeit und Steifigkeit, sind beständig gegenüber vielen Chemikalien und lassen sich gut verarbeiten. Die genauen Eigenschaften der jeweiligen Spezifikation hängen unter anderem vom kristallinen Aufbau, insbesondere vom Wassergehalt ab. Je nach Typ liegt der Schmelzpunkt von Polyamid zwischen 220 °C und 260 °C. Der Kunststoff ist nicht selbstverlöschend brennbar.

Chemische Struktur von PA
Chemische Struktur von PA

Kompaktes Polyamid besitzt gute Gleiteigenschaften und einen hohen Verschleißwiderstand. Durch die Zugabe von Kohle- oder Glasfasern lassen sich die mechanischen Eigenschaften positiv beeinflussen und wichtige Dispositionen, wie die Schlagzähigkeit oder die Festigkeit auf den jeweiligen Anwendungsfall abstimmen.

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Die wichtigsten Eigenschaften von PA im Überblick:

  • mittlere bis hohe Härte, Festigkeit, Steifigkeit
  • hohe Zähigkeit
  • gutes mechanisches Dämpfungsvermögen
  • sehr gute Verschleißfestigkeit
  • hohe Ermüdungsfestigkeit
  • häufig geringe Dimensionsstabilität
  • allgemein gute Feuchtigkeitsaufnahme

Verwendung von Polyamid

Halbzeuge aus PA lassen sich sowohl im Guss- als auch im Extrusionsverfahren herstellen, wobei Letzteres eine kostengünstige Fertigung erlaubt. Den größten Anteil an Polyamidanwendungen haben aktuell Synthesefasern für Herstellung von Textilien.

Typische Beispiele sind:

  • Büstenhalter
  • Kittel
  • Strümpfe, Strumpfhosen
  • Regenbekleidung
  • Sportbekleidung
  • Parka

Weitere beispielhafte Produkte sind Angelschnüre, Mähfäden für Trimmer, Seile, Spanndrähte, Sprungtücher für Trampoline, Tennisschlägersaiten, technische Gewebe, Teppichböden. Auch für die Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen bzw. Faserverbundwerkstoffen kommt PA 6 in Frage.

Darüber hinaus bestehen viele unzerbrechliche Haushaltsgegenstände wie Schüsseln, Löffel und Kellen sowie technische Teile, wie Kabelbinder, Dübel, Gehäuse, Zahnräder oder Laufrollen aus Polyamid.

Aufgrund seiner Resistenz gegenüber Kraft- und Schmierstoffen bei vergleichsweise hohen Temperaturen wird PA häufig auch im Automobilbau für Ansaugsysteme, Motoranbauteile, Abdeckungen und Kraftstoffleitungen verwendet.

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2009 Maschinenbau-Wissen.de
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