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Kunststoff EPDM - Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk

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Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) gehört zur großen Gruppe der Elastomere. Diese Kunststoffe sind formfest. Dennoch lassen sie sich unter Last stets elastisch verformen, wobei die Elastizität vom Grad der Vernetzung abhängt. Der Vernetzungsprozess von Elastomeren wird allgemein auch als Vulkanisation oder Aushärten, und die daraus entstehenden Kunststoffe häufig als Kautschuk bezeichnet. EPDM Kautschuk ist ein Werkstoff mit einem breiten Anwendungsspektrum. Dank seiner herausragenden Eigenschaften hat der Kunststoff den aus Baumrinde gewonnenen Naturkautschuk in vielen Bereichen abgelöst und zählt mit einem Anteil von ungefähr 70 % zu den am häufigsten verwendeten Werkstoffen in der Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Eigenschaften von EPDM

Bei Wärmeeinwirkung verformt sich Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk nicht. Der Werkstoff schmilzt auch nicht. Hohe Temperaturen führen dazu, dass sich der Kunststoff zersetzt bzw. das Material zerstört wird. EPDM lässt sich nicht schmelzen, nicht schweißen und ist nicht löslich.

Zu den hauptsächlichen Eigenschaften des Elastomers gehört seine hervorragende Beständigkeit gegenüber Witterung, Ozon und Hitze. Zudem ist EPDM resistent gegenüber Dampf und polaren Substanzen, jedoch nur gering beständig gegenüber Benzin, Kraftstoffen und Mineralölen.

Weitere technisch relevante Eigenschaften sind:

  • Dauerbelastungstemperatur zwischen -30 °C und +120 °C
  • sehr gute elektrische Isolierfähigkeit
  • hohe Alterungsbeständigkeit
  • überdurchschnittlich gute Beständigkeit gegenüber Chemikalien
  • schlecht klebbar
  • hoher Reibwert, auch bei niedrigen Temperaturen
  • hohe Flexibilität
  • brennbar

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Verwendung von EPDM

Sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Baubranche ist Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk der mengenmäßig am meisten eingesetzte Werkstoff für Dichtungen.

Weitere Produktbeispiele sind:

  • Glasführungen (Moosgummi)
  • Gartenschläuche
  • Löschschläuche
  • Radiatordichtungen
  • flexible Rohleitungen
  • Membranen für Lautsprecher
  • Elektroisolierungen
  • wasserdichte Verbindung elektrischer Kabel
  • technische Gummiartikel

Weiterhin werden aus dem Kunststoff außerordentlich hochwertige Bauwerksabdichtungen und Abdichtungen für Flachdächer hergestellt. Ein bekanntes Anwendungsbeispiel sind mit Bitumen beschichtete Kunststoffbahnen zum witterungsbeständigen Decken von Flachdächern. Aufgrund der Resistenz gegenüber chlorhaltigen Medien bestehen Absorbermatten, die der Erwärmung von Pools und Schwimmbädern dienen, aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk. Auch hochflexible, langlebige und UV-beständige Teichfolien, Prozess- und Transportbänder, Endlosbänder und Maschinenbänder sind häufig aus EPDM gefertigt.

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2009 Maschinenbau-Wissen.de
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